Tuesday, 5 April 2011

Evaluation University of Bayreuth

BEO´S – Bewegung und Ernährung an
Oberfrankens Schulen

Zusammenfassung der Ergebnisse für die
Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

Ansprechpartner:

Lydia Bodner
Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften
lydia.bodner@uni-bayreuth.de, Tel. 0921 554813, Fax 0921 554802

Dr. Uwe Scholz
Institut für Sportwissenschaft, Universität Bayreuth
uwe.scholz@uni-bayreuth.de, Tel. 0921 553593, Fax 0921 553468

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

Die Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach nimmt seit Beginn von BEO´S im
Schuljahr 2007/08 an der Initiative teil, an der sich mittlerweile 24 Schulen beteiligen. Die
Gesamtergebnisse werden im Abschlussbericht dargestellt. An dieser Stelle wird eine Auswahl an
wesentlichen Ergebnissen der Einzelauswertung der Alexander-von-Humboldt-Volksschule
Goldkronach gegeben.

Zunächst erfolgt nochmals eine kurze Zusammenfassung zum Konzept von BEO’S. Folgende
allgemeine Ziele werden mit BEO´S verfolgt:







Nachhaltige Veränderung des schulischen Umfeldes durch Etablierung von gesunder
Ernährung und mehr Bewegung in den Schulalltag

Aktive Einbeziehung aller Beteiligten (Kollegium, Schüler1, Eltern, Hausmeister und
Verpflegungspersonal) in schulische Veränderungen

Förderung eines gesunden Lebensstils, insbesondere durch Förderung eines gesunden
Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der Schüler

Um diese Ziele zu erreichen, liegt dem Projekt ein systemischer Ansatz zugrunde. Dies bedeutet
es wird von den Ressourcen und Rahmenbedingungen der einzelnen Schulen ausgegangen. So
wird in jeder Schule ein eigenes, maßgeschneidertes Konzept entwickelt.

Abbildung 1 zeigt die konzeptionelle Umsetzung des Projektes. Hier soll deutlich werden, dass für
einen systemischen Ansatz nicht nur ein Denken in Netzwerken charakteristisch ist, sondern auch
in Kreisläufen gegenseitiger Beeinflussung (zirkuläres Denken).

erfolgreiche Maßnahmen
fortführen/optimieren
und im Sinne der
Nachhaltigkeit verstetigen

gemeinsames
Verständnis entwickeln

(Konzept und Zielsetzung von BEO‘S)

Veränderungen dokumentieren

(Nachher: Status quo, Bewegungs-
Ernährungsverhalten, Motoriktest,
Fotodokumentation, MSC)

Bestand ermitteln

(Vorher: Status quo, Bewegungs-
Ernährungsverhalten, Motoriktest,
Fotodokumentation)

Maßnahmen umsetzen

(z.B. über BEO‘S Fortbildungen)

Entwicklungsfelder
identifizieren

(Modell bzw. Verortung,
SWOT-Analyse)

Ziele und Maßnahmen
festlegen

(SMART-Zielformulierung,
Maßnahmenplanung)

Abbildung 1: BEO´S-Zyklus (modifizierter Public Health Action Cycle)

1

Es wird im Folgenden immer die männliche Form verwendet, wobei dabei die weibliche Form selbstverständlich
eingeschlossen ist.

2

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

Die Maßnahmen und Entwicklungen an den BEO´S Schulen wurden wissenschaftlich begleitet.
Hierzu gehörten die Bestandsaufnahme, welche Aktivitäten von den Schulen im Bereich Ernährung
und Bewegung umgesetzt wurden, die Befragung von Schülern und Eltern zum Ernährungs- und
Bewegungsverhalten sowie die Fotodokumentation. Es sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie
erfolgreiche Entwicklungsprozesse in Schulen initiiert werden können und welche Ansätze das
Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Schüler fördern können.

Ergebnisse

An den Erhebungen nahmen neben den Lehrkräften die Schüler der dritten bzw. vierten
Klassenstufe teil (auf die auslaufende Hauptschulklasse wird hier nicht eingegangen, da diese zu
den Nachher-Erhebungen nicht mehr zur Verfügung stand). Bei der Interpretation der
Auswertungen ist zu beachten, dass die entsprechenden Erhebungen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten stattfanden und teilweise bereits etwas weiter zurück liegen. Da sich jede Schule in
einem Prozess ständiger Entwicklung befindet, können in der Zwischenzeit weitere Veränderungen
eingetreten sein, die hier keine weitere Berücksichtigung finden.

SCHULVERORTUNG

Die Ergebnisse der BEO´S Erhebungen dienen u. a. der individuellen Verortung jeder BEO´S
Schule. Die Verortung erfolgt auf zwei Ebenen, der Organisations- und der Inhaltsebene. Beide
Ebenen bedingen einander, da eine inhaltliche Entwicklung nur mit einem gewissen Grad an
Organisationsentwicklung möglich ist. Die Organisationsebene umfasst Aspekte der
Organisationsentwicklung, wie z. B. Partizipation der Schüler und Eltern. Die Inhaltsebene bildet
Themen ab, die inhaltlich mit Ernährung und Bewegung verknüpft sind. Das bedeutet, die
schulspezifische Ausgangssituation für die weitere Entwicklung wird bestimmt. Dies wird durch die
individuelle Befragung der relevanten am System Schule Beteiligten ermöglicht. Die Einschätzung
möglichst vieler Beteiligter liefert ein realistisches Abbild der Organisation. Die individuelle
Verortung ermöglicht die Ableitung schulspezifischer Ziele und Maßnahmen und eröffnet Chancen
für zielgerichtete Veränderungen. Anhand von spezifischen Qualitätskriterien für jeweils beide
Ebenen kann das komplexe System Schule abgebildet werden. Die Qualitätskriterien wurden
durch entsprechende Fragen in den Fragebögen abgedeckt.

Hier finden Sie die Auswertung des individuellen Schulprofils sowie der Verortung der Alexander-
von-Humboldt-Volksschule Goldkronach im Vergleich zum mittleren Profil aller befragten BEO´S
Schulen. Schulprofil und Verortung werden für die jeweilige befragte Zielgruppe dargestellt (bei
den Schülern war dies nur eingeschränkt möglich).

Abbildung 1 zeigt das Schulprofil der Lehrkräfte, aus dem sich Aussagen über die relative
Bewertung der Lehrkräfte bzgl. der Qualitätskriterien in Organisations- und Inhaltsebene ableiten
lassen. Etwa die Hälfte der Aspekte der Organisationsentwicklung wurde positiver als der
Durchschnitt der BEO´S Schulen bewertet. Besonders die Schülerpartizipation und Kollektive
Selbstwirksamkeit wurden von den Lehrkräften sehr positiv beurteilt. Elternpartizipation und
Externe Kooperationen liegen unterhalb des Durchschnitts. Auf der Inhaltsebene liegt die Schule
fast ausschließlich über dem BEO´S Mittel.

3

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

Schulkonzept

Int. Kooperation

Koll. Selbswirksamkeit

Schülerpartizipation

Elternpartizipation

Ext. Kooperation

Innovationspotenzial

Aspekte der OE

Grundhaltung

Wissensvermittlung

Bewegte Schule

Schulverpflegung

Abbildung 1: Schulprofil Lehrkräfte

In Abbildung 2 werden die Informationen aus dem Schulprofil noch weiter zusammengefasst. Die
Kategorisierung der Schulen erfolgt über ihre Abweichung vom Mittelwert aller BEO´S Schulen auf
Organisations- und Inhaltsebene. Die Alexander-von-Humboldt-Schule liegt im ersten Quadranten.
Dies bedeutet, dass sie von den Lehrkräften sowohl bzgl. Organisationsentwicklung als auch
Ernährung und Bewegung positiver bewertet wurde als die durchschnittliche BEO´S Schule.

OE

IE

BEO’S Schulen
Schule

0.2

0.4

BEO’S Mittel
Schulprofil

1

2

0.4

OE (Abw. vom Mittel)

0.2

0.0

−0.2

−0.4

−0.4

Abbildung 2: Schulverortung Lehrkräfte

3

4

−0.2

0.0

IE (Abw. vom Mittel)

Schulkonzept

Int. Kooperation

Koll. Selbswirksamkeit

Schülerpartizipation

Elternpartizipation

Ext. Kooperation

Innovationspotenzial

Aspekte der OE

Grundhaltung

Wissensvermittlung

Bewegte Schule

Schulverpflegung

Abbildung 3 Schulprofil Eltern

Abbildung 3 zeigt, dass die Bewertung der Eltern auf der Organisationsebene in absoluten Zahlen
gesehen grundsätzlich schlechter ausfällt als durch die Lehrkräfte. So liegt das mittlere Schulprofil
der Elternbefragung unterhalb dem der Lehrkräfte. Auf der Inhaltsebene stimmt das Schulprofil
vorwiegend mit dem mittleren Schulprofil überein und liegt unterhalb der Bewertung der Lehrkräfte.
Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die absoluten Werte nicht direkt miteinander
vergleichbar sind, da die Qualitätskriterien unterschiedlichen Einzelfragen zugrunde liegen.

In der Schulverortung liegt die Schule durch die Bewertung der Eltern genau zwischen dem dritten
und vierten Quadranten, also mit Tendenz zur negativen Abweichung im Bereich

OE

IE

BEO’S Mittel
Schulprofil

1

2

3

4

Abbildung 4: Schulverortung Eltern

4

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

Organisationsentwicklung, inhaltlich im Mittelfeld.

Schulkonzept

Int. Kooperation

Koll. Selbswirksamkeit

Schülerpartizipation

Elternpartizipation

Ext. Kooperation

Innovationspotenzial

Aspekte der OE

Grundhaltung

Wissensvermittlung

Bewegte Schule

Schulverpflegung

Abbildung 5: Schulprofil Schüler

Die Ergebnisse der Schülerbefragung sind als ergänzende Information zu betrachten. Vor allem
die Bewertung von Aspekten der Organisationsentwicklung ist durch die Schüler nur eingeschränkt
möglich und die Ergebnisse in einigen Qualitätskriterien beruhen nur auf einer einzigen Frage. Am
aussagekräftigsten ist dabei der Wert im Bereich Schülerpartizipation. Das Schulprofil zeigt in der
Organisationsebene weitgehend ähnliche Bewertungen wie die mittlere BEO´S Schule, mit
Ausnahme der Internen Kooperation. Auf der Inhaltsebene liegen den Qualitätskriterien jeweils
mehrere Fragen zugrunde. Hier zeigt sich eine etwas positivere Tendenz als der Durchschnitt.
Abbildung 6 zeigt, dass die Schule im ersten Quadranten verortet wird, dabei ein wenig schlechter
auf der Inhaltsebene als die Lehrkräfte abschneidet.

OE

IE

BEO’S Mittel
Schulprofil

1

2

3

4

Abbildung 6: Schulverortung Schüler

5

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

BEWEGUNG

Bewegung ist für die Schüler von großer Bedeutung. Sie bewegen sich viel und mit Freude. Dies
zeigt sich auch in den Ergebnissen des Motoriktests bei den Schülern. So stieg die motorische
Fähigkeit Kraftausdauer der Rumpf- und Oberkörpermuskulatur überdurchschnittlich bis
durchschnittlich an, wobei die Werte der Sit-ups (Nachher Test) in etwa auf Höhe des
Bundesdurchschnitts liegen. Keine signifikante Veränderung zeigte sich in der Koordination unter
Zeitdruck (Seitliches Hin- und Herspringen), allerdings lagen die Werte bereits beim Vorher-Test
weit über der Norm, sodass eine weitere Verbesserung nur schwer erreicht werden kann.
Hingegen verschlechterte sich die Schnell-/Sprungkraft sowie Ausdauerfähigkeit und
Aktionsschnelligkeit. Überdurchschnittlich ging v. a. die Ausdauerleistungsfähigkeit zurück, was
bedingt mit einem Alterseffekt erklärbar ist. Es ist anzunehmen, dass die Schwerpunkte im
Sportunterricht in anderen Bereichen wie z. B. im Kraftausdauerbereich (Oberkörper) lagen,
wodurch die anderen Bereiche weniger trainiert wurden. Hierfür sprechen die Ergebnisse der Sit-
ups und Liegestütz.

5

*

4

3

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1

0

Sp
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*

*

vorher (t1)

nachher (t2)

***

Abbildung 2: Motoriktest (0 weit unterdurchschnittlich – 1 unterdurchschnittlich – 2 durchschnittlich – 3
überdurchschnittlich – 4 weit überdurchschnittlich; *** hoch signifikant, **sehr signifikant, * signifikant)

Im Bewegungsbereich unterstreichen die Ergebnisse der Fotodokumentation mit Fokusgruppen
die Bedeutung und Begeisterung der Schüler für Bewegung. Die Aufgabe der Schule ist es hierbei,
die Begeisterung der Schüler für Bewegung aufrecht zu erhalten.

Hilfreich dafür ist es, die Wünsche der Schüler einzubeziehen. Die Schüler äußerten, dass
beliebte Bewegungsmöglichkeiten bzw. Geräte überbesetzt sind (z. B. Tischtennisplatte) und
Abwechslung fehlt (v. a. in der Innenpause), sodass sie nicht für alle Schüler, die sie gerne
benutzen wollen, zur Verfügung stehen. Hier besteht für die Schule die Chance die
vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen bzw. weiterzuentwickeln, um möglichst allen
Schülern ausreichend Möglichkeit zur Bewegung anbieten zu können. Anregungen und Rat
kann sich die Schule von extern einholen (z. B. andere Schulen oder Sportwissenschaftler des
BEO´S Teams).



Die Schüler fühlen sich in Ihren Wünschen nicht von den Verantwortlichen wahrgenommen (z.
B. Sportunterricht fällt zu oft aus, soll häufiger stattfinden; Tanzen ist beliebt und soll vermehrt
in den Unterricht integriert werden). So sollte mit den Schülern offen in den Dialog gegangen
werden. Dies zeigt den Schülern, dass sich ihrem Mitteilungsbedarf angenommen wird.



6

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

ERNÄHRUNG

Für die Beurteilung von Veränderungen verzehrter Lebensmittel wurden sogenannte
Indikatorlebensmittel (für gesunde und ungesunde Lebensmittel) bestimmt. Eine Auswahl derer
findet sich für die Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach in Abbildung 3.

Die im Ernährungsbereich aufgezeigten Verbesserungen sind statistisch nicht belegt (statistisch
nicht signifikant). Dies liegt u. a. an der kleinen Stichprobe (n=23) und dass viele der schulischen
Maßnahmen zunächst nur Aktionscharakter hatten. Da solche Veränderungen Zeit benötigen, um
sich in einem regelmäßigen Turnus zu etablieren und zu verstetigen, können sich statistisch
belegte Verbesserungen zum Teil erst nach einem längeren Zeitraum zeigen.

Als ein möglicher Grund für die gestiegene Anzahl Wasser und Tee konsumierender Schüler kann
das zusätzliche Angebot von zuckerarmen Getränken im Pausenverkauf und beim Mittagessen
genannt werden. Es ist anzunehmen, dass der Limonadenverzehr zugunsten des Wasser- und
Teekonsums nachließ. Insbesondere sank die Anzahl an Schülern, die ungesunde
Indikatorlebensmittel (Chips, Süßigkeiten) verzehrten. Auch hier scheint sich das umgestaltete
Angebot im Pausenverkauf positiv auszuwirken. Die Schüler gaben sogar an, dass sie die im
Pausenverkauf angebotenen Speisen teilweise lieber mögen als ihre von zuhause mitgebrachten
Pausenmahlzeiten.

100

80

Häufigkeiten in %

60

40

20

0

W
as
se
r/T
ee

Abbildung 3: Verzehr ausgewählter Indikatorlebensmittel (Veränderungen nicht signifikant)

Neben der Schulverpflegung wurde das Thema Ernährung auch weiterführend in der Schule
etabliert. So fand eine konstante Einbindung in den Unterricht (HSW, HSU und fächerübergreifend)
sowie bei in den Lehrplan integrierten Projekten statt. In den Erhebungen zeigten sich kaum
Veränderungen, wahrscheinlich da diesbezüglich bereits vor BEO´S schon viel Engagement
gezeigt wurde.

Ferner kam in der Fotodokumentation insbesondere die Notwendigkeit einer verstärkten
Rhythmisierung zum Ausdruck.

So sind die Schüler von dem Schulfrühstücksbuffet begeistert, helfen auch gerne bei der Vor-
und Zubereitung. Allerdings findet das Schulfrühstück nur sehr selten statt, die Schüler würden
es gerne häufiger in der Schule haben ähnlich dem gemeinsamen Kochen in der Schulküche.
Dementsprechend sollte von der Schule diskutiert werden, wie eine regelmäßige
Durchführung des Schulfrühstücks u. a. durch Beteiligung von Lehrkräften und Eltern



t0

t1

73.9

65.2

65.5

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7

BEO´S Auswertung Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

gewährleistet werden kann. Dies ist ein optimaler Ansatzpunkt, die Schüler für die Zubereitung
von Speisen zu begeistern, deren Bewusstseins- und Geschmacksbildung für gesunde
Lebensmittel zu fördern.

Bei der gemeinsamen Zubereitung können die Schüler zudem in die Speiseplanung
einbezogen und so z. B. die Größe der Portionen und Auswahl der Speisen abgesprochen
werden. Die Schüler äußerten, dass die Portionen zu groß sind, das Speiseangebot zu wenig
Abwechslung bietet und zu wenig Zeit zum Essen (sowohl des Pausenbrotes, als auch
Mittagessens) bleibt.



Der zeitliche Aspekt beim Essen kann ebenso mit Hilfe von Rhythmisierung verbessert
werden. Durch eine veränderte Pauseneinteilung können eigene Zeiträume geschaffen
werden, in denen die Schüler ihre Speisen einnehmen, und andere, in denen Bewegung und
Spiele möglich sind. So bleibt den Schülern genügend Zeit zum Essen als auch um sich zu
bewegen.



ANWENDUNG DER METHODE FOTODOKUMENTATION

Insbesondere die Methode der Fotodokumentation erwies sich als sehr gut geeignet, Schüler aktiv
in die Evaluation und die Veränderungsprozesse an ihrer Schule einzubinden. Die Schüler hatten
Freude am Fotografieren und nutzten die Methode, um positive wie auch negative Bedingungen
an ihrer Schule aufzuzeigen. Die Partizipation der Schüler zeigte sich hier als wichtiger Faktor für
eine Bewusstseinsbildung der Schüler hinsichtlich Bewegung und Ernährung. Auch Mitschüler, die
wahrnahmen, dass fotografiert wurde, wurden auf die Themen aufmerksam gemacht. Schließlich
lernten die Schüler durch die Auswahl der wichtigsten Bilder die für sie bedeutungsvollsten
Themen zu priorisieren. Die Methode zeigte sich zudem als sehr gut geeignet, um mit den
Schülern über Ernährung und Bewegung an ihrer Schule ins Gespräch zu kommen und ihre
eigene Sicht darzustellen.

Ein Rhythmisieren der Verfahren (z. B. einmal pro Jahr vor Schuljahresende) könnte dazu
verhelfen, Veränderungen noch deutlicher darzustellen. Zudem sollten sie als Instrument
gesundheitsorientierter Schulentwicklung im Schulentwicklungsplan bzw. im Schulkonzept
verankert werden. Durch eine regelmäßige öffentliche Darstellung der bedeutendsten
Veränderungen (z. B. in Form einer Ausstellung oder Abdruck in der Schülerzeitung) kann der
Prozess einer gesundheitsorientierten Schulentwicklung zudem veranschaulicht werden.
Gleichzeitig trägt die öffentliche Darstellung der Ergebnisse dazu bei, die Akzeptanz der Themen
Bewegung und Ernährung innerhalb der Schule bei allen Beteiligten zu erhöhen und das Profil
einer gesunden Schule nach außen zu transportieren.

Fazit

Die Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach befindet sich auf einem guten Weg. So
zeichnen sich hinsichtlich der Ernährungs- und Bewegungsaktivitäten positive Trends ab. Daneben
zeigen sich potentielle Entwicklungsfelder, insbesondere im Bereich Organisationsentwicklung. Die
Abweichung der Verortung der Eltern im Vergleich zu den Lehrkräften und Schülern kann auf eine
gewisse Diskrepanz hinsichtlich Kommunikation und Partizipation hinweisen. Auch die
Einschätzung der Eltern macht deutlich, dass die Elternpartizipation weiterzuentwickeln ist.

Die Bewertung der Lehrkräfte legt nahe, die Bereiche Externe Kooperation sowie kollektive
Selbstwirksamkeit in der Schule genauer zu betrachten. Zentrale Aspekte sind hier interne
Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Lehrkräften sowie zwischen Schulleitung und
Lehrkräften. Darin liegt auch das Potential, das Vertrauen ins Team und deren Kompetenz
zukünftige Ereignisse zu bewältigen zu stärken.

8

Tuesday, 15 June 2010

Report June Austria


Comenius topics that are realized in Scheffau during the school-year 2009/10:

at the beginning of the year the children could choose from 3 groups (beside the 'normal' classes): multi-sport, healthy eating and french. We could open all 3 groups with more than 15 children.

Parents were informed about healthy eating and healthy snack - we had 2 parent-teacher-conferences with the topics of comenius, one with the organisation AVOMED (Arbeitskreis für Vorsorgemedizin - group of preventional medical care) about Legends in nutrition like light-products, sugar in jogurts and so on.

We had units with our Kneipp-fit-Trainer, children learned about the Kneipp-philosophy that is based on five pillars: water, healthy eating, herbs, physical exercise and 'life and order'.

We started the pause-experience with several other schools in Tyrol: Gesunde Jause - Bewegte Pause. (Healthy snack - pause on the move. We had 20 minutes for the pause, now we have 30 minutes: 10 minutes for eating, and afterwards 2o minutes for moving on - inside or outside the school (5x10minutes more for moving = +1 hour of sports more each week.)

We had several healty snacks prepared by the children themselves.
We had a week of sports and healthy eating end of march with a school from Belgium.

We had sports-days like ski-days and a track-and-field-athletics-day.
We had also a track-and-field-athletics training for all of our children.

We take part in the pilote-phase 'Schmatzi' - we test material for classes about healthy eating.

2 of our 4 main-teachers took part in special-trainings and have their certificates now: Christine for healthy eating, Nicole for 'Moving school, moving classes' (moved learning, how to integrade movement in learning)

Our NA was at school on 7th may for a monitoring-visit, we are still waiting for their report.
But they were impressed of our work and the sustainability of our work.

We try to connect movement with our teaching-methods, children are moving a lot while learning. They change f.ex. their working-places and sitting-positions (sit on different seats/balls, lay, stand), we offer them possibilitiess to move while learning (moved vocabel-training) - we try to put this on photos and videos on here so that you can see it.

We support children in new moving-ideas for the break, f.ex. girls dance, they do their own corgrahpies, some children started to bring their hula-hoops...

And... children can always stand up and go drinking water during class. They have also their drinking-bottles that they bring from home.

Thursday, 3 June 2010

Report May Germany

What happens in Goldkronach

Our Comenius runs really good. We had twice healthy breakfast and try to plant herbs and vegetables in a new school garden. Students are responsible for watering and during holidays our housekeeper is so friendly to do it. Our Comenius student group has now 28 members (grade 3 and 4) and our Comenius student BGE* group increased to 31 members (grade 2). I hope that next school year I will get the same number of lessons for my Comenius, or more, from my ministry of education. Beside Comenius Lydia works at my school with BEOS** and she and the team test the health and fitness of students (grade 3) and make workshops about healthy eating. Manuela has a group of 20 students learning cooking und the rules of using healthy food only.

*Basic Global English http://www.joachim-grzega.de/BGE.htm
**BEOS http://www.beos.uni-bayreuth.de/de/initiative/evaluation/index.html

We try to use blogger when NING is closed


Dear partners,
first of all get used to the blog and the way how it works.
Only invited people are allowed to write and also to read. We use the content of the blog for documentation, evaluation and contacts.
Beside NING use comenius.docs email, google docs and blogger.com
See you in Greece, Wolfgang.